Unter der Wasseroberfläche des indischen Ozeans – Süd Ari Atoll, Malediven 2011

Hallo Zusammen,

Es ist wieder mal Zeit für einen Reisebericht von mir…
Nach Borneo Malaysia im 2009 und Indonesien im letzten Jahr wussten wir eigentlich noch nicht so recht wo es diesen Sommer hin gehen sollte. Bali, Indonesien, Thailand tauchten immer wieder mal in unseren groben Plänen auf, doch so richtig entschliessen konnten wir uns nicht. Auch der indische Ozean und die vielen Inseln der Malediven schwirrten immer mal wieder in unserem Kopf, hatten wir diese Destination doch in der Vergangenheit immer mal wieder allein des Preises wegen verworfen. Doch umso länger wir uns auf die Suche nach einem möglichen Ziel machten, umso mehr rückten die Malediven wieder in den Fokus und so fassten wir den Entschluss uns doch eine der rund 1196 Inseln auszusuchen. Nach langer und ausgiebiger Recherche entschieden wir uns am Schluss für Vilamendhoo Island im Süd Ari Atoll und fanden bei Hotelplan auch ein Angebot, welches vom Preis her noch in unserem Range blieb. Also nichts wie los in Richtung Meer, Sonne und Strand!

Unter der Wasseroberfläche des indischen Ozeans – Süd Ari Atoll, Malediven
04. bis 19. Juni 2011

04. Juni 2011,
In meinem Büro sieht es aus als ob eine Bombe eingeschlagen hätte, Kameras, Objektive, Ladegeräte, Bücher und vieles mehr liegt verstreut auf dem Boden und möchte irgendwie in einem scheinbar viel zu kleinen Fotorucksack untergebracht werden. Wie üblich brauche ich für das Packen der gesamten Fotoausrüstung mindestens viermal so lange wie für das normale Gepäck.
Kurz nach Mittag ist das Werk dann abgeschlossen und zwei grosse Tauchtaschen plus zwei Fotorucksäcke warten auf den definitiven Start der Ferien.


Nach einer kurzweiligen Zugfahrt von St. Gallen zum Airport Zürich, einchecken des Gepäcks inkl. etwas verzögerter Bezahlung von Übergepäck warten wir im Dock E am Gate E42 auf das Boarding für unseren Edelweiss Air Flug WK66 nach Male. Statt des eigentlich für den Flug im System eingeplanten A330-300 werden wir den Flug an Bord des etwas älteren ex Swiss Airbus A330-200, HB-IQI unter die Flügel nehmen.


Mit gut 20 Minuten Verzögerung wegen starkem Verkehr über Österreich werden wir um kurz nach neun Uhr zurück gestossen und es geht nun richtig los.


Nach dem Start von der Piste 32 ziehen wir eine Schlaufe über den Airport und steigen in Richtung Wolkendecke.


Zürich von oben


Kleine Überraschung eines befreundeten Piloten, vielen Dank noch dafür!


Mitten in der Nacht Überfliegen wir die Region von Abu Dhabi.


Lichtermeer in der Wüste.

Wie erwähnt hätte der Flug eigentlich mit dem neuen A333 der Edelweiss Air durchgeführt werden sollen, was aber kurzfristig geändert wurde. Nicht unbedingt tragisch, aber schon ein Unterschied. So ist das Bordunterhaltungssystem des von der Swiss kommenden Airbus A330-200 nicht mehr ganz auf dem aktuellsten Stand. Spiele gingen bei einigen Sitzen und bei anderen wieder nicht. Die Auswahl an Filmen ist nicht riesig aber es reicht für den Flug. Die Filme starten jeweils alle zur gleichen Zeit und es geht jeweils so lange wie der längste Film bis das ganze wieder von vorne anfängt. Bezüglich Sitzabstand, Verpflegung etc. gibt es keine negativen Punkte, hat alles gepasst und für einen Charterflieger ist das gelieferte Produkt absolut sehr gut!


Wir sind im Paradies!
Draussen vorm Fenster tauchen die ersten Inseln des Nord Male Atolls auf.


Kurumba Village Resort


Nach einer weichen Landung auf der RWY 18 des Hulule international Airport (MLE / VRMM) bremst unser Airbus stark ab um auf Höhe der Terminal die rund 3200m lange Piste zu verlassen. Auf einem kleineren Vorfeld entdecke ich dabei ein paar Dash-8 von Maldivian.


Raus in die Hitze und rein ins klimatisierte Terminal.


Wenn man schon ins Terminal laufen darf, soll auch die B777 nebenan noch auf ein Foto.

Relativ schnell haben wir unser Gepäck und nachdem wir die Einreiseformalitäten hinter uns gebracht haben werden wir bereits am Ausgang von einem Hotelplan-Vertreter erwartet und mit Sack und Pack an einen Schalter der Trans Maldivian Airways (TMA) geschickt wo unser Gepäck auf die Wage kommt. Für den Transfer per Wasserflugzeug gelten strenge Gewichtslimiten und so sind pro Person nur 25kg inkl. Handgepäck kostenlos. Allein aufgrund meines Handgepäcks erstaunte es deshalb nicht, dass wir gute 19kg an Übergepäck mit dabei hatten, was auf dem Ticket vermerkt wurde.

Gleich nach dem Wiegen des Gepäcks geht es im Mini-Bus einmal rund um das Aiportgelände zu den Terminals der Wasserflieger.
Dort angekommen hat man als erstes sein Übergepäck zu bezahlen und anhand der Anzeigen sollte es nun rund 1.5 Stunden dauern bis unser Flieger in Richtung Insel geht. Also genügend Zeit um in der Lounge unseres Hotels ein wenig zu entspannen und ein paar Twin Otter zu fotografieren….
Tja es kam dann schliesslich anders… Kaum am Schalter angekommen wurde es plötzlich ganz hektisch und wir wurden sofort in Richtung Ausgang geschickt da es gerade noch zwei freie Plätze für den Flug nach Vilamendhoo hatte. Also wurden wir ohne eine Pause buchstäblich von Flieger zu Flieger gehetzte und es wurde nichts aus der Zeit für Spotting und Entspannung.


Trotz der ganzen Hektik beim Wasserflieger-Terminal mussten doch noch ein paar Bilder auf die Speicherkarte.


Tja und dann stand praktisch ein alte Bekannte. Die De Havilland Canada DHC-6-300 Twin Otte, 8Q-TMW, mit der Seriennummer 768. Diese Maschine flog zuvor für Air Sea Lines und war 2008 in Altenrhein schon mal als C-FQWE vor meiner Linse.


Sicherheitsinstruktion mal anders!


Und kaum hat man sich recht gesetzt werden die beiden Pratt & Whitney Canada PT6A-2 Turbinen gestartet.


Auch dies ist typisch für die Malediven, Barfuss-Piloten.


Und schon sind wir raus aus dem Wasser und steigen parallel zur Runway des Hulule international Airport. Ach ja und bevor die Frage kommt, nein ich bin nicht auf dem Jumpseat gesessen, diesen gibt es im Twin Otter nämlich gar nicht. Aber obwohl wir nicht als erste in die Maschine einstiegen, wollte niemand der andern Passagiere die Plätze in der ersten Reihe. Mich hingegen hat es überhaupt nicht gestört hier zu sitzen…


Die künstliche Insel Thilafushi, sie ist die „Müllinsel“ der Malediven und wächst im Schnitt um einen Quadratmeter pro Tag. Mehr Infos über die Insel die einem schon ein wenig was zu denken gibt findet ihr hier.


Ob unser Captain da nach der richtigen Insel suchen muss… :rolleyes:


Nach ca. 25 Minuten Flugzeit taucht vor uns unsere Insel auf.


Touchdown im Kanal auf der Südseite von Vilamendhoo Island.


Die einfache Kabine unserer Twin Otter.


Unsere Twin Otter wird an einem Schwimm-Steg festgemacht da ein direktes anlegen an der Insel wegen des Riffs nicht möglich ist.


Da es am Airport schlicht zu schnell ging, ist unser Gepäck natürlich nicht mehr mit uns mitgekommen.


Vom Schwimmsteg geht es per Dhoni dem traditionellen Transportmittel der Malediven innert weniger Minuten zur Insel und wir blicken nochmals auf unseren Flieger zurück.


Der erste Blick auf die Insel ist ja schon mal vielversprechend.

Es vergehen keine 20 Minuten nach der Ankunft bis wir bereits unseren Bungalow Nr. 222 auf der Südseite von Vilamendhoo Island beziehen können. In weiser Voraussicht, dass es mit dem Gepäck zu Verzögerungen kommen könnte, haben wir sicherheitshalber eine Badehose ins Handgepäck gepackt und können so auch ohne Gepäck einen ersten Sprung in den indischen Ozean geniessen.


Da ich ja bekanntlich zuvor am Airport nicht wirklich Zeit hatte um zu spotten, kann ich dies gleich vom Strand aus nachholen.


Mitte Nachmittag ist dann auch unser Gepäck auf der Insel angekommen und ich kann dem Hausriff einen ersten Besuch abstatten.


Auch rund um unseren Bungalow entdecken wir nach kurzer Zeit erste Besucher.


Verschiedenfarbige Schönechse/Blutagame (Calotes versicolor)


Langsam neigt sich unser Anreisetag dem Ende.


Indische Koel (Eudynamys scolopaceus)


Am nächsten Morgen tauchen wir dann zum ersten mal im indischen Ozean unter. Am Morgen nur kurz und ohne Kamera am Hausriff und am Nachmittag schliesslich am Tauchplatz Ali Thila wo wir gleich zu Beginn Fischsuppe geniessen.


Ein kleiner Schwarm Riesen-Husare und eine einzelne Orient-Süsslippe haben es sich unter einer Tischkoralle gemütlich gemacht.


Unter einem der vielen Überhänge hat sich ein Blaumasken-Kaiserfisch versteckt.


Beim Austauchen auf dem Riffdach entdecken wir noch ein Schildkröte die sich aber gleich aus dem Staub macht.


Zwischendurch mal ein kurzer Blick ins unseren Bungalow.


Einen Wecker brauchten wir eigentlich auch nicht, fast täglich ging um kurz nach 7 Uhr Morgens die erste Twin Otter raus. Abgehoben wurde dabei meist schön auf der Höhe unseres Bungalows. (Ich gebe zu, ich habe diesen Umstand beim Bungalow-Wunsch so eingeplant…)


Ready für Fisch und Co. am Tauchplatz Kuda Giri.


Auch hier gibt es wieder schöne Schwärme zu sehen.


Blaustreifen-Schnapper und Leuchtfleck-Strassenkehrer


In einem der Überhänge entdecken wir einen Schwarzpunkt-Stechrochen.


Riff-Panorama


Auch Nemo und seine Freunde, hier Clarks Anemonenfische findet man an den Riffen des indischen Ozeans.


Riesenmuräne in einer der Wände von Miyaru Thila


Unter den teils riesigen Überhängen wimmelt es von kleinen Glasfischen.


Und ab hinter den „Fisch-Vorhang“.


Auch riesige Gorgonien finden wir unter den Überhängen.


Fischschwarm an der Riffwand.


Dort wo viele kleinere sind, lauern auch die etwas grösseren Jäger. Hier in Form einer Blauflossen-Stachelmakrele.


Hinter unserem Bungalow befindet sich auf dem insel-Innern auf dem die Angestellten täglich sehr ambitioniert Fussball spielen. Es gibt auch regelmässig Turniere mit Mannschaften anderer Inseln.


Sonnenuntergang, leider etwas verunstaltet von den Wasserbungalows. Diese sind in meinen Augen absolut überflüssig und mir würde es darin überhaupt nicht passen.


Am nächsten Morgen begeben wir uns am Tauchplatz Camel Rock auf die Suche nach Mantas, Erfolg haben wir in der Hinsicht aber nicht.
Dafür gab es gleich zu Beginn schon mal eine Languste.


Diese Riesenmuräne hat sich in einer Dachwohnung eingenistet.


Mantas haben wir zwar keine gesehen, Spass hat es aber trotzdem gemacht. Auch unser Guide Satoki hatte seinen Spass.


Unser Tauch-Dhoni der Eurodivers Vilamendhoo.


Sonnender Fischreiher am Strand.


Silvia brieft und für den Tauchgang am Wrack der MV Kudhimaa welches am Hausriff von Machchafushi Island liegt.


Bei starker Strömung tauchen wir erst schnell auf 30m ab und schauen uns kurz die Schiffsschraube an wo sich auch ein paar Fledermausfische tummeln.


Am gesamten Wrack wimmelt es nur so vor Leben und es ist teilweise schwierig vor lauter Fisch was zu sehen.


Am Wrack selbst wachsen verschiedenste Korallenarten und auch ein Rotfeuerfisch lauert auf Beute.


Wo wir mühsam gegen die Strömung ankämpfen, stehen die Fische wie angenagelt im Wasser und scheinen sich kaum zu bewegen.


Da muss man immer schön aufpassen wo man gerade hin schwimmt.


Nein hier ist kein James-Bond U-Boot unterwegs, sondern Nicole hat genau in dem Moment ein Foto gemacht als ich ebenfalls abgedrückt habe.


Riesige Rotfeuerfische findet man am Wrack in grosser Anzahl.


Ein Fledermausfisch in der Wellness-Abteilung.


Nach rund 30 Minuten ist unser Luftvorrat langsam zu Ende und via Bug geht es wieder in Richtung Oberfläche.


Vilamendhoo Island vom Tauchdhoni aus.


Unser Tauchgebiet.


Ausrüstungsraum


Spülbecken und Treffpunkt für die Tauchausfahrten.


Die grosszügige Basis der EURO DIVERS Vilamendhoo.


Das Hausriff mit 10 Ein und Ausstiegen und Flaschenservice.


Am nächsten Morgen fahren wir in der Hoffnung auf Mantas in Richtung Tauchplatz Dhighrah Arches.


Hallvard erzählt uns, was uns ungefähr erwarten wird.


Und dann ist es soweit! Wir sehen unsere ersten Mantas! Diese tummelten sich schon bei unserer Ankunft an der Oberfläche, also nichts wie rein ins Wasser in der Hoffnung, dass sie sich nicht gleich aus dem Staub machen.


Das viele Plankton im Wasser und somit eher schlechte Sicht machen es gar nicht so einfach Bilder zu machen. So ist die Sache mit den Mantas auch relativ schnell vorbei und wir sehen sie nicht mehr und tauchen hinunter ans flach abfallende Riff.


Dort angekommen entdecke ich gleich einen Schwarzpunkt-Stechrochen.


Diesem passt wohl meine Gesellschaft nicht so recht und via Korallenblock mit eingemieteter Riesenmuräne sucht er das Weite.


Der Riesenmuräne war der kurze Überflug scheinbar völlig egal.


Und wer sieht ihn? Leider etwas entfernt kreuzt ein Weissspitzen Riffhai unseren Weg.


Glasfische


Zwischendurch wieder mal was vom Spotterpoint am Strand.


Abtauchen am Hausriff vom Exit 5 zum Exit 4.


Ein Marmorierter Zackenbarsch versucht sich vor uns zu verstecken.


Kurz darauf lässt er sich dann von Putzerfischen verwöhnen und von Parasiten befreien.


Direkt vor der Tauchbasis stossen wir unterm Versogungsschiff auf einen grossen Schwarm Stachelmakrelen.


Am Strand herrscht eher Gemütlichkeit und der Fischreiher macht seine Runden.


Ab in Richtung Nu Giri.


Die Briefings für die Tauchgänge finden jeweils auf dem Dach des Dhonis statt während man in Richtung Tauchplatz fährt.


Ein Schwarm Weissspitzen-Soldatenfisch in einer der Ausbuchtungen der Riffwand.


Auf dem Riffdach finden wir unzählige Anemonen und ihre Bewohner. Nemo und Co. sind hier auf den Malediven aber überhaupt nicht fotogen und verkriechen sich kaum nähert sich eine Kamera.


Eine Schildkröte kreuzt unseren Weg beim Sicherheitsstop.


Auch so kann man einen heissen Tee geniessen.


Im Zimmer habe ich wie überall den einzigen Tisch mit meiner Unterwasser-Fotoausrüstung in Beschlag genommen. Schliesslich will das ganze vor jeden Tauchgang in Ruhe vorbereitet werden.


Satoki bei einem seiner speziellen Briefings mit viel Körpersprache. Heute geht es zu den Coral Hills.


Antennen-Feuerfisch


Malediven-Anemonenfisch


Immer wieder eine fotografische Herausforderung! Jungfisch einer Orient-Süsslippe


Nacktschnecke


Antennen-Feuerfisch


Malediven-Anemonenfisch


Auch sie gehören zu den Malediven wie der Sand und die Palmen. Einsiedlerkrebs am Strand.


Unser Strandabschnitt nur wenige Meter vorm Bungalow.


An diese Spotter-Position könnte ich mich glatt gewöhnen.


Heute geht es mit Mike dem Basisleiter zum Tauchplatz 7th Heaven.


Gelbaugen-Schnapper


Am Grund entdecken wir ein paar Haie.


Ein anderer Weissspitzen Riffhai kreuzt derweil unseren Weg.


Schwarzpunkt-Stechrochen


Farbenfrohe Weichkorallen soweit das Auge blickt.


Und dann begegnen wir eine Schildkröte die sich von mir und meiner Kamera in keiner Weise aus der Ruhe bringen lässt. Im Gegenteil, ich muss ihr schon fast ausweichen während sie munter an den Weichkorallen rum knabbert.


Rosa oder gelb?


Rosa!


Ein Hai versteckt sich unter einem Korallenblock.


Beim Abtauchen am Tauchplatz Vilemandhoo Thila begegnen wir einem grossen Napoleon der sich jedoch nicht für uns interessiert.


Nemo


Riesenmuräne


Gelbbraune Muräne mit Verletzung hinterm Kopf.


Fledermausfisch


Nemos und ihre Wohnung.


Zwei auf einen Streich.


Abendstimmung vor der Insel. Die Tauchboote werden für die Nacht im Kanal festgemacht.


Krabbe am Strand.


Diese hatte wohl weniger Glück und versorgt nun mit ihrem Ableben andere.


Früh am nächsten Morgen werden abreisende Gäste zum über Nacht festgemachten Twin Otter gebracht.


Schubhebel nach vorne und ab in Richtung Male.


Satoki beim Briefing für den Fullday Walhai-Trip der Tauchbasis.
Nur eine Stunde von Vilamendhoo entfernt befindet sich ein Walhai Schutzgebiet in dem rund 134 Tiere leben. Aufgrund der zahlreichen Sichtungen in den Vortagen ist die Vorfreude und Hoffnung sehr gross, auch ein paar dieser fantastischen Tiere zu sehen.


Nach einer Stunde vergeblichen Suchens machen wir einen ersten Tauchgang entlang einer sanft abfallenden Wand. Der gewünscht Walhai bleibt jedoch auch während der Stunde aus.


Nach einer Stunde Tauchzeit wartet bereits das Dhoni an der Oberfläche.


Unsere Jungs halten weiterhin fleissig Ausschau nach Walhaien.


Und dann ist es endlich soweit! Unsere Crew entdeckt einen Walhai und mit Maske, Schnorchel und Flosse gleiten wir ins Wasser um den grössten Fisch der Welt zu begleiten.


Neben einem solchen Tier zu Schnorcheln ist nur schwer in Worte zu fassen!


Optimalere Verhältnisse hätten wir kaum haben können, nur unser Boot und nur Taucher die auch Schnorcheln können mit dabei. Nur so ist gewährleistet, dass sich alle an gewisse Spielregeln halten und das Tier ruhig bleibt und nicht gestört wird.


Die Begleitung des Walhais über längere Zeit geht ganz schön an die Substanz, während das Tier sich kaum bewegt müssen wir uns schon mächtig anstrengen um mitzuhalten.


Der Walhai interessiert sich wohl einen Moment für mich und ich muss mich ganz schön anstrengen um wieder etwas Raum zwischen uns zu bringen.


Langsam werden die Muskeln müde und unsere Gruppe reduziert sich immer mehr. Ich aber beisse mich weiter durch, schliesslich muss der Moment aus allen möglichen Winkeln festgehalten werden. 😉


Auch ein Selbstportrait durfte nicht fehlen.


Wieder auf dem Boot entscheiden wir uns die Region zu verlassen und nicht mehr nach weiteren Walhaien zu suchen. Ein anderes Boot meldet eine grössere Gruppe Mantas und so geht es kurzentschlossen in Richtung Dhighrah Arches.


Erst gibt es dort aber mal Glasfisch und Zackenbarsch.


Nach einer ersten halben Stunde ohne jeglichen Manta tauchen wir auf und wechseln kurz den Platz. Kaum sind wir dort wieder im Wasser kreuzt ein Stechrochen unseren Weg.


Und dann geht es nachdem ich im Blauwasser einen Manta entdecke plötzlich Schlag auf Schlag und ein paar Mantas kreisen um uns.


Leider einmal mehr in grosser Distanz patrouilliert ein Riffhai durchs Riff.


Manta mit Stechrochen als Verfolger.


Happy Diver! 😉


Auf dem letzten Tauchgang des Tages am Aussenriff von Dhighrah sehen wir leider nur noch ganz kurz einen Manta an der Oberfläche ohne eine Foto zu machen. Wer jedoch genau hinschaut, entdeckt noch jemanden der gerade in Richtung Oberfläche unterwegs ist um dort Luft zu holen.


… Einen kurzen Moment später schaut die Schildkröte dann kurz bei uns vorbei.


Am Abend wird das Erlebte minuziös im Logbuch niedergeschrieben.


Ein kühles selbstgemischtes Panache aus der Minibar darf natürlich auch nicht fehlen. Prost!


Mit dem Kanu umrunde ich zwischendurch wieder mal die rund 900m lange und 250m breite Insel.


Briefing für den Tauchgang am Platz Hithi Faru.


Im Flachen Riff versuche ich ein wenig mit den ganz kleinen, was aber alles andere als einfach ist.


Eidechsenfisch im Doppel inkl. Zuschauer.


Ungewohnter Einblick in eine Riesenmuschel


Auf zum Sunset-Dive am Hausriff.


Antennen-Feuerfisch


Langnasendoktor


Am Tauchplatz Kuda Thila werden von einer Nemo-Familie begrüsst.


Da muss man schon ganz genau hin schauen um den Fisch zu sehen.


Drachenkopf


Gleich nebenan haben es sich zwei Gelbbraune Munränen gemütlich gemacht.


Kritischer Blick einer Riesenmuräne.


Gelbbraune Muräne mit Putzergarnele.


Nachtschnecke

Unseren Fullday Walhai-Trip haben wir ja bereits durch, doch wie haben uns aufgrund der unzähligen Sichtungen in den Vortagen auch für den Schnorchel-Ausflug des Hotels angemeldet….
So besammelten wir uns am einzigen Wolkenverhangenen und trüben Tag unserer Ferien Morgens um 09:00 an der Rezeption wo man mit Geräteflossen, Füsslingen und etwas grösserer Kamera von der nicht tauchenden, und bisher noch nie schnorchelnden Touristenschar eher kritisch angestarrt wurde. Abhacken auf der Liste und schon ging es mit der ganzen Gästeschar zum kaum hörbaren Briefing und auf das schon fast zu kleine Boot wo von einigen gleich mal die Schwimmweste gefasst wurde, schliesslich ist so ein Meer ja was ganz gefährliches und Schnorcheln ohne Schwimmweste geht ohnehin nicht… 😉

Nach einer Stunde Anfahrt in den Nationalpark durfte sich die ganze Gästeschar für einen raschen Sprung ins Wasser bereit machen und Taucher und Schnorchler an Bord amüsierten sich über so manch Kleinigkeit wie verkehrt aufgesetzte Brillen oder nochmalig aufgetragene Schminke (man muss für so ein Treffen mit einem grossen Fisch ja gut aussehen….. *g* 😉 )


Die Stimmung auf dem Boot ist dem Wetter angeglichen und statt Elan und Vorfreude herrscht eher Langeweile.

Und dan war er endlich da der Moment, „jump, jump, jump…. “ und schon war der erste Guide im Wasser und jagte vom Boot weg. Einer der zuvor immer wieder mal mit eher kritischem Blick beäugter Schnorchler mit Geräteflossen und etwas grösserer „Nicht-Einweg-Kamera“ war keine Sekunde nach dem Guide vom Boot verschwunden und jagte dem Guide hinterher…


Tja und da war er dann, mein zweiter Walhai, erst noch tief und direkt unter mir in nicht wirklich sinnvoller Distanz für Fotos.


Unter mir weg zog das stolze Tier aber gleich in Richtung Oberfläche und Boot und sorgte dabei gleich für ein paar erschreckte Touristen die kaum im Wasser direkt ins Gesicht des Walhais blickten während andere überall hin schauten, nur nicht dorthin wo die Musik spielte. Fazit dem grossen Fisch wurde das ganze zu bunt und zu hektisch und es ging so schnell wieder in Richtung Tiefe wie er nach oben gekommen war.


Und während noch drei andere Boote an den Platz kamen und dutzende Touristen in die Fluten schickten und das Wasser nur so von Schnorchlern kochte, war der der grosse Fisch längst wieder verschwunden…..


Die Geschichte von der anschiessenden nicht endenden Suche nach weiteren Tieren fertig ausgerüstet und mit der Kamera in der Hand am Ausstieg sprungbereit erspare ich aber lieber… Fazit ist und bleibt jedoch, dass ich bei der nächsten Gelegenheit bzw. Chance auf einen Walhai das Touristen-Schnorchelboot wohl meiden werde und lieber auf die stolzen Tiere verzichte und beim Tauchboot bleibe, den dort braucht garantiert keiner eine Schwimmweste und kann sich im Wasser mit Taucherbrille, Schnorchel und Flosse eigenständig und ruhig bewegen was den stolzen Tieren wohl eher noch liegt…..


Einschreiben für den nächsten Tauchgang.


Briefing für den Tauchgang am Platz Vakarufalhi Thila, ausnahmsweise mal am Steg und nicht auf dem Boot da dieses noch nicht bereit ist.


Gorgonien auf 30m Tiefe.


Am Tauchplatz Reethi Thila kann man sich zwischen den Felsen fast genauso gut verstecken.


Riesenmuräne inmitten farbiger Weichkorallen.


Nacktschnecke


Nachts am Strand.


Unser Bungalow Nr. 222.


Eine Nacht nach Vollmond kommt auch mein Stativ mal kurz zum Einsatz. Die Vollmondnacht selbst zeigte sich völlig bewölkt und es war nichts mit Mondschein.


Der letzte Tauchtag bricht an und zum letzten mal fahren wir mit dem Boot raus und lassen uns von Silvia ein wenig was über den geplanten Tauchgang erzählen.


Ein Baskenmützen-Zackenbarsch versteckt sich vor mir und meiner Kamera.


Der Kollege zeigt sich hingegen etwas weniger scheu.


Noch mehr Angsthasen, kaum kommt man in ihre Nähe, verdrücken sich die Rotzahn-Drückerfische sofort in selbst kleinste Ecken.


Blauflossen-Stachelmakrele


Und dann klappte es doch noch mit einem Hai der sich etwas näher an uns ran traute und gleich mehrfach um uns kreiste.


Weissspitzen-Riffhai


So sieht es aus, wenn man während dem Tauchgang wieder dem Guide begegnet. kopfüber im Riff auf der Suche nach was ganz speziellem.


Absolut in die Kategorie Speziell und eher selten zu finden. Ein kleiner Clown Anglerfisch (Antennarius maculatus).


Der kleine Kerl war übrigens für die ganze Tauchbasis der Ereignis des Tages, wobei meine Fotos nicht ganz unschuldig waren.


Orient-Süsslippe und zwei Masken-Wimpelfische.


Die beiden Schiffshalter umrundeten uns gleich für ein paar Minuten beim Austauchen.


Schrocheln mit der Twin Otter im Hintergrund, sowas gibt es nur auf den Malediven.


Der Blick aus der Bungalow-Türe.


Der vorletzte Tauchgang am Hausriff.


Juwelen-Zackenbarsch


Orient-Süsslippe an der Putzerstation


Masken-Igelfisch


Antennen-Feuerfisch


Marmorierter-Zackenbarsch


Und schon ist er da, der letzte Tauchgang unserer Ferien.


Kaum wird es dunkler, werden auch die Feuerfische aktiver und beginnen im Riff zu jagen.


Marmorierter-Zackenbarsch


Ein Schwarm Füsiliere kreuzt unseren Weg.


Indischer Rotfeuerfisch


Kaum sichtbar und direkt am Ein und Ausstieg hat sich ein Steinfisch niedergelegt.


Das Wok-Restaurant an einem der Insel-Enden.


Ein letztes mal nehme ich meine Schnorchel-Ausrüstung und erkunde das Hausriff.


Oben wird geschnorchelt und unten getaucht.


Ein Schwarm Zeipunkt-Pompano.


Wind und Wasserspiel am Pool, dieser wäre aus meiner Sicht auch etwas absolut überflüssiges, ist doch der wunderbar warme indische Ozean keine 3m entfernt.


Der letzte Abend bricht an.


Unser Restaurant in dem wir während zwei Wochen wunderbar verpflegt wurden.


Unsere Jacuzzi Beach Villa mit der Nr. 222.


Das praktisch ungenutzte Jacuzzi im offenen Badezimmer. Eigentlich wäre zu unserer Reisezeit ja viel mehr Regen angesagt, doch wir haben nur zweimal einen ganz kurzen Schauer und sonst immer Sonnenschein und somit nutzen wir lieber die Grosse „Wanne“ vorm Bungalow.


Pool bei der Sunset-Bar, von uns definitiv nicht genutzt.


Sunset-Bar


Und schon heisst es auf Wiedersehen, unsere Maschine nach Male steht bereit.


Insel für Insel taucht unter uns auf.


Noch was für die Safety Card Sammler unter euch.


Wir nähren uns Male.


Auch der Captain hat seine Kamera mit dabei und ist währen des ganzen Fluges immer wieder mal am fotografieren.


Hulule international Airport


Endanflug auf das Gelände der Wasserflieger.


Und schon sind wir wieder am Airport wo der neue Edelweiss Air Airbus A330-300, HB-JHQ, „Chamsin“ für den Flug WK67 für uns bereit steht. Einchecken des Gepäcks, Sicherheitskontrolle etc. gingen auch für den Rückflug nebst einer schlussendlich angemessen endenden Diskussion bezüglich Übergepäck sehr rasch über die Bühne.


Startzeit für den rund 10h und 10min dauernden Rückflug von Male nach Zürich wäre eigentlich um 11:20 Uhr gewesen. Ein Airbus A330 von Singapore Airlines, der kurz vor unserem geplanten Start rein kam, hatte jedoch ein Hydraulik-Leck am Bugfahrwerk und blieb wegen nicht mehr vorhandener Bugsteuerung auf der Piste stehen. Auf einem Airport wie Male heisst dies gleich, dass der Airport geschlossen ist. Und so warteten wir schlussendlich etwas mehr als eine Stunde im fertigen Flieger bis die Maschine Rückwärts die ganze Runway entlang auf einen Standplatz geschoben wurde und die Hydraulikflüssigkeit von Piste und Vorfeld geputzt war. Danach noch die aufgeschobenen Landungen, ein Start und wir wurden schlussendlich rückwärts auf die Runway gepusht.


Mit 1h und 15min Verspätung starten wir von der RWY 36 und blicken auf die unzähligen Safari-Schiffe.


Noch einmal geniessen wir den Blick auf die Perlen im indischen Ozean.


Im Gegensatz zum auf dem auf dem Hinflug eingesetzten Airbus A330-200 hat der neue Edelweiss Airbus A330-300 ein neues und zeitgemässes Bordunterhaltungssystem mit einer grossen Auswahl an Filmen, Musik, TV-Sendungen, Spielen etc. Das Programm entspricht dem der Swiss. Auch die Sitze sind sehr gut und wir fühlten uns sehr wohl Da die Maschine nur halb voll war, hatte praktisch jeder Passagier in der Eco zwei Sitze für sich.


Auch auf dem Rückflug waren Service, Verpflegung etc. absolut top und man hat sich richtig wohl gefüllt.


In der Region von Mosul und dem Tigris River.


Und schon nähern wir uns der Schweizer Grenze überm Bodensee.


Konstanz mit gut erkennbarem Flugplatz.


Mit Rund 45min Verspätung landen wir schlussendlich in Zürich und nehmen noch das letzte Stück Weg nach Goldach unter die Räder bevor wir müde und voller neuer Eindrücke ins Bett sinken.

Ich hoffe auch dieser Reisebericht hat euch gefallen, ich habe mich bemüht möglichst viele der Meerestiere mit Name zu nennen. Falls sich jemand noch für mehr Details interessiert helfe ich gerne weiter. Auch diesmal war es nicht einfach aus über 3000 Bildern die richtige Auswahl zu finden, aber ihr wisst ja wie das ist.

Nachtrag:
Habe nun die wenigen Minuten an Filmmaterial zusammen geschnitten und in einen kleinen Film verpackt:
YouTube-Film – Malediven 2011

Also dann, ich hoffe ich habe mit meinen Eindrücken aus dem Inselparadies der Malediven ein wenig Ferien-Stimmung in euch geweckt! Wo die nächste grosse Reise hin geht ist noch offen, aber eins ist klar, ihr werdet es hier auf jeden Fall in Form eines Reisberichts erfahren…

Gruss Tino Dietsche